Häufig gestellte Fragen

Was versteht man unter „Feinsteinzeug“? 

Gemäss internationaler Norm EN176 und ISO13006, handelt es sich hierbei um:
„als vollkommen dicht gesinterte Fliesen und Platten, deren Einzelwert für die Wasseraufnahme bis 0,5 % beträgt“. Des Weiteren werden Keramikfliesen entsprechend ihrer Wasseraufnahme in Gruppen aufgeteilt. Fliesen mit einer geringen Wasseraufnahme (Gruppe 1) = E . Im Rahmen der ISO-Normen, ist diese Klasse in zwei Gruppen unterteilt worden. B 1a (E ≤ 0,5 %). Ein typisches Produkt der Klasse B1 ist das Feinsteinzeug (E ≤ 3 %).

Der Begriff „Feinsteinzeug“ ist der meistverbreitete Begriff, um auf dieses Produkt aufmerksam zu machen, eine Fliese mit einer geringen Wasseraufnahme und hoher Kompaktheit. Diese Eigenschaften zusammen mit einem hohen mechanischen Widerstand, Frostbeständigkeit, und einer hohen Abriebfestigkeit, erlaubt uns, das Feinsteinzeug mit natürlichem Stein zu vergleichen.

Was versteht man unter „weiβscherbig“? 

Weiβscherbiges Material erreicht die geringen Werte der Wasseraufnahme nicht, aus diesem Grund ist es nicht empfehlenswert diese Fliese als Bodenfliese zu nutzen.
Man verwendet diese Fliese als Wandfliese. Seine Zusammensetzung erteilt ihr eine weisse Farbe, zu dieser man die Glasur hinzufügt, die die Fliese dank Ihrer Feinheit, Ihrer Faserung und der Zusammenstellung der Farben auf der Oberfläche nach etwas „mehr“ aussehen lässt.

Wie sollte man kalibriertes Feinsteinzeug verlegen? 

Auch wenn man kalibriertes Material ohne Fuge verlegen kann, empfehlen wir es Ihnen nicht. Feinsteinzeug zieht sich weder zusammen noch dehnt es sich aus, jedoch könnte sich die Oberfläche, auf der man die Fliesen verlegen möchte, verändern und somit uneben sein. Daraus könnten sich dann kleine Höhendifferenzen zwischen den Fliesen bilden. Daher empfehlen wir immer einen Zwischenspalt von mindestens 1,5 mm zwischen jeder Fliese zu lassen.

Was sind die besten Befestigungsprodukte bei der Fliesenverlegung? 

In diesem Fall sollte man Klebstoff oder Zement bzw. Kitt verwenden, da Feinsteinzeug eine sehr geringe um nicht zu sagen gar keine Porosität hat. Man sollte auf keinen Fall einen Mörtel verwenden, da dieser die nötige Haftung der Fliese nicht zulässt.

Wie sollte man poliertes Feinsteinzeug reinigen? Welche Produkte können hierbei verwendet werden? 

Dem Polierprozess trägt man eine Schutzschicht auf, um die Mikrofaser der Porosität auf der Oberfläche zu versiegeln und um die Fliese beim Verlegen zu schützen. Einmal verlegt, muss man diese Schutzschicht mittels eines industriellen Azetons oder ähnlichem Produkt entfernen. Diese Hilfsmittel kann man leicht in den Baumärkten finden.
Wenn man diese Schutzschicht entfernt hat, kann man den kompletten, natürlichen Glanz sehen, den diese Fliese zu bieten hat.
Ab diesem Zeitpunkt kann man die Fliese mit einem feuchten oder auch trockenen Tuch reinigen. Man kann aber auch ein flüssiges Produkt, das dem normalen Glasreiniger ähnelt, verwenden.

Darf man grundsätzlich Lauge zur Reinigung des Feinsteinzeugs verwenden? 

Nur wenn es sich um eine verdünnte Lösung von Chlorbleichlauge handelt, die einen neutralen PH-Wert aufweisst und diese Art von Material nicht angreift.

Wie kann man Feinsteinzeug schneiden? 

Die geringe Wasseraufnahme, die diese Fliesen haben, erlauben ihnen eine geringe Flexibilität, aber eine sehr hohe Resistenz.
Daher kann man einen elektrischen Schneider mit Diamantenscheibe und Scheibenkühlung duch Wasserpumpe ideal zum Gehrungsschneiden von Feinsteinzeug verwenden. Bei kleinen Teilen mit geringer Stärke empfehlen wir einen Handschneider mit einem Rädchen von 8 mm Duchmesser und für etwas gröβere Formate und Stärken ein Rädchen von 18 – 22 mm Durchmesser.